Hintergrund-Info zur praktischen Umsetzung betrieblicher Präventionsstrategien zur psychischen Gesundheit

Für die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Psychische Störungen und Stressfolge-Probleme können folgende evidenzbasierte Empfehlungen gegeben werden:

Primär- und sekundärpräventiv:

1. Sensibilisierung für Führungskräfte und Multiplikatoren: wahrnehmen, ansprechen, unterstützen

2. Gefährdungsbeurteilung/-bewältigung: Probleme identifizieren und bewältigen

Sekundärpräventiv:

3. Umgang mit Betroffenen: fachlich beraten, steuern und begleiten

Tertiärpräventiv:

4. Spezifische Erfordernisse der Behandlung/Reha und des Betrieblichen Eingliederungsmanagements: integrieren, unterstützen, aktivieren

Weil die schnelle Veränderung der Märkte auch schnelle Veränderungen der Anforderungen an die Mitarbeiter bedingen, ist auf Dauer keine maßgebliche Reduktion der Stressoren zu erwarten. Wenn Präventionsstrategien zur Erhaltung der hierzu erforderlichen psychomentalen Kompetenzen keinen Dauereffekt haben, muss die Mitarbeiter-Unterstützung durch betriebliche Präventionsstrategien kontinuierlich gewährleistet sein. - Und zwar nicht nur, um psychische Erkrankungen zu verhindern, sondern primär, um die psychomentale Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz zu sichern.

Die folgende Matrix fasst die Qualitätsaspekte des BGF bei psychischen Problemen im Überblick zusammen.

Qualitätsaspekte des BGF bei psychischen Problemen